Wissensmanagement
Wie Sie Wissen zur nachwachsenden Ressource in Ihrem Unternehmen machen
Jede Wirtschaftsepoche hat ihren Rohstoff: In der Antike waren es Metalle und Muskelkraft, im Industriezeitalter Kohle und Erdöl. Die digitale Wirtschaft braucht Wissen. Jede Epoche hat auch eigene Methoden entwickelt, den Zugang zu ihren Schlüsselressourcen sicher zu stellen. Diese lebenswichtige Aufgabe, um die sich früher Bergleute, Geologen und Versorger kümmerten, erfüllt heute das Wissensmanagement. Doch anders als in früheren Epochen reicht der Einsatz von Technologie alleine nicht mehr aus, um den wichtigsten Rohstoff zu fördern.
- Wie mache ich hochqualifiziertes Wissen für meine Mitarbeiter verfügbar?
- Wie erfasse ich dokumentiertes, aber verstreutes Wissen durch zentrale Suchmaschinen?
- Wie finde ich in meinem Unternehmen den passenden Experten zu einem Thema?
- Welche Wissens-Technologien passen zu meiner Unternehmenskultur?
Wir helfen Ihnen, die Informationsprozesse in Ihrem Unternehmen, die Wissensstrukturen, technischen Systeme und Zielgruppen zu analysieren. Wir entwickeln eine Lösung, die Plattformen und Technologien auf die spezifischen Anforderungen Ihres Unternehmens abstimmt. Wir unterstützen Sie beim Aufbau von Wissensprozessen, die zur Kultur und zu den Abläufen in Ihrem Unternehmen passen.
Faktor Mensch
Im Gegensatz zur Kohle oder zum Erdöl ist Wissen glücklicherweise ein nachwachsender Rohstoff. Trotzdem schwelgt unsere innovations- und servicegetriebene Wirtschaft nicht im Überfluss. Denn Wissen lässt sich nur schwer kontrollieren, speichern und bedarfsgerecht abrufen. Es ist an seine menschlichen Träger gebunden und ihre Art miteinander zu kommunizieren. So bildet jede Organisation und jedes Unternehmen eigene Kommunikationsprozesse und Wissensstrukturen aus. Wissensmanagement kann darum nur erfolgreich sein, wenn es die besondere Kommunikationskultur eines Unternehmens erkennt und berücksichtigt.
Ein Wiki macht noch kein Wissensmanagement
Welche technischen Lösungen hierbei zum Einsatz kommen, hängt von den jeweiligen Arbeitsprozessen ab, von gewachsenen Ablagestrukturen, der Unternehmenshierarchie, der Vielfalt von Sprachen- und Landeskulturen in und um eine Organisation und der Form, in der Wissen im Prozess der Wertschöpfung benötigt wird. Insofern ist Wissensmanagement nicht mit einer einzelnen Technologie gleichzusetzen. Vielmehr liefert es die Strategien und Methoden, mit denen Unternehmen das Kopfwissen ihrer Mitarbeiter und das dokumentierte Wissen in Textdateien, Präsentationen, Datenbanken und Mails verdichten und handhabbar machen können.
Experten-Community oder Dashboard?
Das klassische Intranet zum Beispiel empfiehlt sich, wenn Arbeitsprozesse vorwiegend informationsgetrieben sind. Es ist ein ideales Werkzeug für Unternehmen, in denen der Austausch von Fachwissen, etwa im Sinne von Experten-Communitys, die Grundlage des Erfolgs ist. Portale bieten dagegen die Möglichkeit, eine Vielzahl verschiedener Applikationen über ein Dashboard zu Verfügung zu stellen. Hierbei können auch Informationen – ganz im Sinne des klassischen Intranets – integriert werden.
Informationsüberfluss und Wissensmangel
Natürlich prägen solche Technologien das Wissensmanagement. Digitalisierung und Internet schaffen völlig neue Ansätze, um Wissen entstehen zu lassen und zugänglich zu machen. Zugleich aber beschleunigen sie Kommunikation und Wissensaustausch. Wissensarbeiter und ihre Organisationen müssen heute einen Überfluss an Information bewältigen, während sich die innovationsgetriebene Wirtschaft immer schneller dreht. Das führt dazu, dass Wissen, insbesondere implizites Kopfwissen von Experten, schneller an Wert verliert.
Hausaufgaben
Wissensmanagement muss also den nachhaltigen Aufbau von Wissen, den schnellen Zugriff darauf wie auch seine kontinuierliche Erneuerung leisten. Professionelle Ansätze zeichnen sich hierbei durch einen mehrstufigen Prozess aus. Am Anfang steht die fundierte Analyse der betreffenden Kommunikationsprozesse und Informationsarchitektur sowie der zugrunde liegenden Governance Modelle im Unternehmen. Neben den technischen Abläufen berücksichtigt eine seriöse Analyse natürlich auch die Mitarbeiter. Nutzerbefragungen zum Beispiele erhellen hierbei die Rolle der Wissensträger.
Anforderungen und Change-Prozesse
Daraus entsteht eine Wissensstrategie und ein Anforderungskatalog für die Ausgestaltung des Wissensmanagements. Dann rücken die eigentlichen Inhalte in den Fokus. Das Wissensmanagement-Konzept macht eine Bestandsaufnahme des bereits vorhandenen Contents und der ihm zugrunde liegenden Systeme. Anschließend entsteht der Prototyp für eine neue Informationsarchitektur sowie ein Migrationsplan für die Bestandsinhalte. Da solche Maßnahmen oft tiefgreifende Folgen für die Abläufe im Unternehmen haben, ist es hilfreich, diese Auswirkungen durch ein Change-Management zu begleiten. Sorgfältig geplant werden muss auch die Content-Migration - denn Wissensmanagement bedeutet immer auch, auf das bereits vorhandene Wissen zurückzugreifen und das bedeutet: die Inhalte der bestehenden Systeme zu nutzen.
Die passende Technologie zur Ihrer Wissenskultur
Erst jetzt fällt die Entscheidung, welche Technologien zum Einsatz kommen sollen, ob Sharepoint, SAP-Portale, Content-Management-Systeme oder Lösungen spezialisierter Partner wie Finebrain oder Ontoprise, die das Wissensmanagement mit leistungsfähigen Expertensystemen oder semantischen Wissensstrukturen unterstützen.
Eine persönliche Angelegenheit
Ein Wissensmanagement-Projekt ist etwas sehr Persönliches. Unternehmen sollten darum Lösungen von der Stange und modischen Versuchungen widerstehen. Denn mit dem Versuch, ihre Wissensprozesse umzugestalten, greifen sie in den Kern ihrer Wertschöpfung ein. Doch mit dem richtigen Partner liegt im erfolgreichen Wissensmanagement die Chance, die Innovationsfähigkeit ihrer Organisation nachhaltig zu verbessern und zu stärken.
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