Multivariates Testing

Nicht raten, wissen – Warum sollte man testen?

Eigentlich möchte jeder Website-Betreiber seine Seiten optimieren, um z.B. Usability, Verweildauer oder Konversionsraten zu steigern. Um diese Ziele zu erreichen gibt es unterschiedliche Ansätze: Einige Unternehmen beauftragen Agenturen mit einem kompletten Relaunch, andere führen Online-Befragungen oder aufwendige Usability-Tests mit Probanden durch. Sicherlich können so Erkenntnisse gesammelt werden, allerdings kann die Vergleichbarkeit der Befragten mit den echten Zielgruppen oder die Anzahl der erreichten Nutzer nicht genau ermittelt werden.

Nur durch „Testen am offenen Herzen“, also in einer Live-Umgebung, kann mit größtmöglicher Sicherheit bestimmt werden, welche Variante die erfolgreichste ist. Hier kann das reale Klickverhalten als Indikator genutzt wird.

A/B- oder multivariates Testing? 

Über die Vor- und Nachteile der beiden Test-Szenarien wurde viel geschrieben und wird viel diskutiert. Grundsätzlich gilt: Ein A/B-Test, auch Split-Test genannt, vergleicht eine Variable in zwei oder mehreren Varianten. Das erlaubt ein relativ klares Testszenario mit anschließendem Reporting. 

Beispiel: Im Warenkorb-Template wird die Farbe des Warenkorb-Buttons in den Varianten rot, grün und blau getestet.

Bei einem multivariatem Test werden zwei oder mehrere Elemente in verschiedenen Versionen getestet, wodurch sich die Komplexität des Testaufbaus und der folgenden Auswertung erhöht.

Beispiel: Im Warenkorb-Template wird die Farbe des Warenkorb-Buttons, das Ein-/Ausblenden von Produkt-Thumbnails und die Beschriftung des Eingabefelds für Gutscheincodes getestet. 

Die Entscheidung für eines der Testverfahren oder eine Kombination ist immer für den Einzelfall zu treffen und bedarf einer guten Planung und Konzeption. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl der Verfahren, der Konzeption des Testaufbaus und liefern aussagekräftige Analysen der Ergebnisse.

Was kann man testen?

Landingpages sind zur Zeit noch die beliebtesten „Testobjekte“. Das hat verschiedene Gründe: 
• sie können eigenständig und außerhalb der Systemlandschaft (Shop oder CMS) erstellt werden 
• sie enthalten i.d.R. keine wichtigen Geschäftsprozesse wie z.B. einen Check-Out-Prozess 
• sie erreichen meist nur einen Teil der User
• die technische Umsetzung ist relativ simpel 
• sie können auch ohne die interne IT erstellt und getestet werden. 

Die Ergebnisse sind oft sehr eindeutig und bemerkenswert. Allerdings ist der Hebel für die gesamte Site in den meisten Fällen nicht von durchschlagender Bedeutung. Das ändert sich wenn Kernseiten wie Startseite, Anmeldeseiten, Suchergebnisseiten oder der Bestellprozess optimiert werden. Hier sind die Möglichkeiten immens und die Chancen, die gewünschte Konversion zu erhöhen, sehr groß. Entscheidend ist eine gute Vorbereitung und eine klare Zieldefinition, wobei der zeitliche Aufwand höher ist und interne und externe Ressourcen intensiver am Testaufbau arbeiten müssen.

Welche Technik nutzen? 

Neben kommerziellen Anbietern wie Divolution, SiteSpect oder Omniture ist google mit seinem Open Source Ansatz der bekannteste Anbieter von Testing Software.

Hinsichtlich der Technik gibt es zwei grundsätzliche Ansätze. Der erste ist client-orientiert und integriert Teile oder ganze Sites mit Hilfe von Javascript und spielt so unterschiedliche Inhalte aus. Dabei werden die einzelnen Elemente mit IDs versehen und geben Informationen für ein entsprechendes Reporting. Um die Varianten zu bauen und zu integrieren werden zwingend Templating-Kenntnisse benötigt.

Der andere Ansatz ist Server-orientiert und greift mit Hilfe eines DNS-Proxys die bestehenden Webinhalte ab. Die Änderungen der einzelnen Elemente finden über den Server statt und werden folgend an den Browser der User geliefert. Dieser Ansatz soll Mitarbeiter von Marketing-Abteilungen ohne Templating Know-how in die Lage versetzen, unkompliziert Testcases zu entwerfen und umzusetzen. Ein weiterer Vorteil dieser Mechanik besteht in der einfachen Integration von z.B. Formularfeldern oder anderen Funktionen mit Backend-Anbindung, da diese Abfragen nicht geändert werden. So ist diese Methode für Tests von Check-Out-Prozessen besser geeignet.

Grundsätzlich können einfache Tests aber auch ohne zusätzliche Software mit Hilfe von Javascript umgesetzt werden. Die Möglichkeiten sind natürlich limitiert und eine Umsetzung ist nicht so komfortabel, aber in Einzelfällen durchaus sinnvoll. 

Die nexum AG als softwareunabhängiges Unternehmen berät Sie in der Auswahl der Systeme und konzipiert mit Ihnen gemeinsam den Aufbau der Testvarianten. Dabei nutzen wir unsere Erfahrung, um die entscheidenden Indikatoren und eine eindeutige Zielsetzung zu definieren. Nur so kann Testing reale und nachvollziehbare Ergebnisse liefern. Neben der Konzeption erstellen wir das Design und Templating in Verbindung mit der ausgewählten Software und erstellen aussagekräftige Reports.

Unsere Lösungen im Überblick:

Ihr Ansprechpartner

Jürgen Wachtmeester

Jürgen Wachtmeester

Bereichsleiter Beratung & Redaktion
juergen.wachtmeester(at)nexum.de
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