Von der Geschäfts- zur Online Strategie
Viele Unternehmen investieren gerade in schwierigen Zeiten in Beratung von außen. Unternehmensberater liefern neue Impulse, schärfen das Angebot und setzen Maßstäbe für die kommenden Jahre. Danach fängt für die Unternehmen die Arbeit erst richtig an. Sehr schnell wird festgestellt, dass die eigene Website als zentrales Kommunikationsinstrument nicht mehr zur neuen Strategie passt. Doch in den Unterlagen der Unternehmensberater sucht man vergebens, was konkret zu tun ist. Gefragt ist nun eine Agentur, die die Lücke schließt – und aus dem, was der Berater vorgibt, eine konkrete Online-Strategie ableitet. Dabei spielen Begriffe eine Rolle, die man zunächst nicht mit einer Website in Verbindung bringt: Key Performance Indicator (KPI), Stakeholder-Analyse, Zielgruppendefinition. Nur Unternehmen, die das verstanden haben, können eine Website schaffen, die sich wirklich an ihren Geschäftszielen orientiert und zur Erreichung dieser beiträgt.
Angemessene Prozesse
Wie viel Vorarbeit Ihr Relaunch in den Bereichen Startegie und Zieldefinition benötigt und welche Prozesse dafür am besten sind, hängt wie immer von den Details ihres Vorhabens ab.
Die Bandbreite ist hierbei vielfältig - ob CMS-Evaluation, Migrations- oder Redaktionskonzept, User Experience- oder Multi-Device-Strategie gefragt sind, hängt von den verfolgten Zielen ab. An manchen Punkten wird man jedoch nicht an solchen strategischen Überlegungen vorbeikommen, soll eine zeitgemäße und nutzenbringende Website geschaffen werden.
User Experience - der Nutzer im Mittelpunkt
Bedeutend für den Erfolg der neuen Website ist die sogenannte User Experience: die Einheit aus Bedienbarkeit (Usability), Nutzwert (Utility) und dem Spaß an der Nutzung (Joy of use). Die Bedienbarkeit, stellt die Bedürfnisse der Nutzer hinsichtlich der einfachen Orientierung und Bedienung des Interfaces in den Mittelpunkt und schafft Vertrauen und Kundenbindung. Usability-Optimierung zahlt sich also aus. Doch sie führt nicht automatisch zum gewünschten Erfolg. Die Website muss auch einen hohen Nutzwert (Utility) haben und dem Besucher bei seinem Anliegen weiterhelfen. Und zu guter Letzt sollte die Bedienung Spaß machen. Darum ist nur eine ausgewogene User Experience aus Usability, Nutzwert und einem positiven Bedienerlebnis der Schlüssel zum Erfolg im Internet – und somit zum Geschäftserfolg. Dabei sind nicht zwingend aufwändige Analyseverfahren notwendig. Auch mit überschaubarem Aufwand, beispielsweise einigen Interviews oder Workshops, lassen sich Einblicke in die Bedürfnisse und Erwartungen von Nutzern gewinnen.
Multi-Device statt mobiler Einzelversionen
„Wir machen eine neue Homepage und dann noch eine abgespeckte Version fürs Handy“ – mit so einem Plan waren Unternehmen vor ein paar Jahren noch Pioniere in Sachen „Multikanal“. Heute erwarten Nutzer, dass eine Website auf jedem mobilen Endgerät optimal dargestellt wird und in vollem Funktionsumfang benutzbar ist. Dass diese Erwartungshaltung keineswegs anmaßend ist, belegt Gartner mit der folgenden Prognose: Schätzungen zufolge wird die Zahl der mobilen Endgeräte die der stationären Rechner bereits 2013 überschritten haben – ein grandioser Erfolg für iPhone und Co. Möchte man zukünftig nicht auf einen Großteil seiner Besucher verzichten, sollte die Website geräteunabhängig ihren Weg zum Nutzer finden, egal ob auf einem Smartphone, einem Tablet-PC wie dem iPad oder auf einem Terminaldisplay.
Redaktionelle Bedürfnisse berücksichtigen
Die Verantwortung für die Aktualität der Inhalte einer Website liegt in der Regel bei einem Redakteur, der vermutlich mit Schrecken auf den geplanten Relaunch blickt. Besonders wenn auch ein Systemwechsel geplant ist, bedeutet dies häufig, dass große Inhaltsmengen überarbeitet und von einem System ins andere migriert werden müssen. Das ganze endet in massiven Verzögerungen und Mehrbelastungen der Onlineverantwortlichen, die schon mit der regulären Pflege des Webauftritts voll ausgelastet sind. Es zahlt sich daher aus, wenn eine Online-Agentur für den Relaunch auch eine Migrationsunterstützung anbietet. Hierbei kommen gelernte Redakteure zum Einsatz, die Inhalte bei der Gelegenheit auf Konsistenz prüfen und den ein oder anderen Fehler gleich mit ausbügeln. Die redaktionellen Bedürfnisse eines Unternehmens sollten schon früh in die Planung des neuen Webauftritts mit einfließen.