Der Blick in die Zukunft: Sieben Webdesign-Trends für 2020

Webdesign-Trends 2020

Ob „Neumorphism“, 3D-Illustrationen oder unsichtbare Cookie-Banner – 2020 hält einiges an Designpotential parat. Unsere Designexperten haben genauer hingeschaut und festgestellt, dass sich Wunsch und Vorfreude in den aufkommenden Trends für 2020 vereinen.

Das sind die Webdesign-Trends 2020

Flat Design

Mit dem Rücktritt von Jony Ive vergangenes Jahr bleibt abzuwarten, ob das Design-Team von Apple weiterhin Trendsetter der Dekade bleiben wird, wie mit dem Flat Design in den Zeiten des Web 2.0 (Skeuomorphism). Einige Gestalter gehen davon aus, dass der Skeuomorphismus in der Website-Gestaltung zurückkommen wird, damit Websites wieder mehr Identität bekommen. Andere sehen eine Mischung aus Flat Design und Skeuomorphism, den so genannten „Neumorphism“, vorne. Dies bleibt abzuwarten. Letztendlich ist das Netz zu groß geworden, als dass es nur den „einen“ Stil geben wird.

Webseiten aus dem Baukasten

2020 erwarten uns außerdem viele kleine schnelle Websites aus dem No-Code-Baukasten. Mithilfe von Tools wie Webflow, Wix und Jimdo, aber auch anderen Content-Creation-Tools können auch Laien attraktive Websites bauen. Daneben werden wir aber auch große Marken-Websites haben, die sich über individuelle und illustre Inhalte bewusst von gleich aussehenden „ge-bootstrapten“ Websites abgrenzen und Charakter demonstrieren. Die eben wortwörtlich die Rahmen und Raster sprengen.

Freieres Grafikdesign im Netz

CSS Grid (Grafischere Layouts) und Variable Fonts (Bessere und performantere Technik, um Schriften einzubinden) kommen da genau richtig. Sie eröffnen mehr Möglichkeiten, die freieres Grafikdesign ins Netz holen werden, das seinen eigentlichen Ursprung im klassischen Print-Erzeugnis hat. Mit immer mehr Tools, die diese neuen Technologien nutzbar machen, wie zum Beispiel der Firefox Grid- und Shape-Inspector, sehen wir hoffentlich auch mehr davon.

2D und 3D im Webdesign

Da 2D- und kunstvoll gefertigte Illustrationen im 3D-Stil (z.B. todoist.com oder pitch.com) durch technische Weiterentwicklung und damit verbundene Preissenkungen erschwinglicher werden wird, gehen wir davon aus, dass wir bald mehr von diesem Trend sehen werden.

Webdesign für Barrierefreiheit

Als weiteres wichtiges Thema wird Accessibility gefragt sein. In den USA haben barrierefreie Webpräsenzen mit dem Domino-Urteil vergangenes Jahr einiges an Gewicht gewonnen – endlich! Hoffen wir, dass es das Thema über den Atlantik schafft und auch in Deutschland neue Nachfrage erzeugt – und nicht nur bei Behörden.

Effizienter Einsatz von Design-Tools

Unser nächster Trend ist kein klassischer Gestaltungstrend, sondern eher ein Trend zur Arbeitsweise im Gestaltungsbereich: In den letzten Jahren hat sich, durch den steigenden Konkurrenzkampf um die besten Features und Hilfsmittel im Design-Workflow, eine große Anzahl an Design-Tools am Markt etabliert. Die Herausforderung liegt darin, den Überblick zu bewahren, nicht den Anschluss zu verlieren und manchmal auch dem Reiz des nächsten neuen Tools zu widerstehen. Somit ist die Kunst, sich aus diesem Werkzeugkasten gezielt zu bedienen und die Tools effizient zu verbinden.

Gutes Design für Cookie-Banner

Zu guter Letzt ein Trend, den wir uns alle wünschen: Eine (selbstverständlich rechtskonforme) Lösung, welche die DSGVO-Cookie-Banner verschwinden lässt, die den ersten Eindruck beim Website-Besuch stören.

Ob Wunsch oder Vorfreude, das Jahr 2020 wird spannende Designtrends mit sich bringen und wir freuen uns schon jetzt auf die Umsetzung des ein oder anderen Eye-Catchers.

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Simon Theis

Simon Theis

Senior Art Director Geschäftsbereich Marketing Communications & Technologies